Ideen souverän verwerten
- cvs555
- 15. März
- 2 Min. Lesezeit

Die meisten Menschen lassen ein erhebliches Potenzial links liegen: Ihre eigenen Ideen, ihre eigene Kreativität. Kreativ zu sein ist weniger eine Eigenschaft als vielmehr das Ergebnis konkreten Handelns. Und immer beginnt es mit der konsequenten Sammlung von Ideen.
Das ist leichter gesagt als getan - die größte Hürde dabei ist, selbst von diesen Ideen grundsätzlich so viel zu halten, dass man es für wert hält, sie aufzuschreiben. Wenn Sie dagegen gleich nach den ersten Gedanken anfangen, die Idee in Frage zu stellen oder nach Gründen suchen, die gegen eine Umsetzung sprechen, sinkt die Chance, dass die Idee notiert wird, gegen Null.
Jedweder Filter, der eine Idee „aussortieren“ könnte, sollte erst in einem deutlichen zeitlichen Abstand zum Einsatz kommen. Grundsätzlich gilt im Selbstmanagement: Alle Ideen sammeln, also notieren. Das war vor 30 Jahren noch deutlich aufwändiger als heute. Ein ausgeklügeltes System - z.B. mit Karteikarten - war nötig, wenn es um die Verwertung der Ideen ging. Heute geht das alles viel einfacher mit den diversen Apps, die auf Rechner oder Smartphone meist kostenlos zur Verfügung stehen.
Mein Rat also: Fangen Sie einfach an, unter einer Rubrik „Ideen“ alles zu sammeln, was Ihnen bei den unterschiedlichen Gelegenheiten einfällt.
Am Anfang ist es nicht einmal nötig, sich Gedanken über die Sortierung und Struktur zu machen. Lediglich Tags oder markante Überschriften sollten Sie einer jeden Notiz zuweisen, Mit der Zeit wird ein organisches - auf Ihre Situation zugeschnittenes - System von Tags entstehen, nachdem sie bequem Filtern können.
Klare Empfehlung: Lösen Sie sich von dem Anspruch, gleich zu Beginn ein zielgerichtetes Ordnungssystem zu entwerfen. Das baut nur unnötige gedankliche Hürden auf. Im Vordergrund steht nur eines: Sammeln!
Vor 30 Jahren habe ich das in meinem ständigen Begleiter - meinem Zeitplanbuch - getan. Oder im Auto mit einem analogen Diktiergerät. Heute nutze ich dafür ausschließlich das Handy. Ich diktiere meine Gedanken wie damals mit dem Diktiergerät. Allerdings nicht als Sprachnotiz, sondern mit der Diktierfunktion der bereits erwähnten App, die das gesprochene Wort in Text verwandelt. Das ist für die spätere Sichtung und eventuelle Verwertung geeigneter, als eine Sprachnotiz.
Mindestens ein bis zwei Mal im Jahr sollten Sie sich die Zeit nehmen, Ihre Sammlung in Ruhe durchzusehen. Selbst wenn noch nichts für eine Verwertung zu finden ist, wird das zumindest kurzweilig sein und Sie vermutlich mehr als einmal zum Schmunzeln bringen.




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